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Zweithand-Wohnungen: Ist Chiffre-Inserat gerechtfertigt?
Wer eine Zweithand-Wohnung an einen Ausländer verkaufen
will, muss nachweisen können, dass ein Verkauf zu Gestehungskosten
an Schweizer nicht möglich ist. Die Parteilose Claudia Troncana
aus Silvaplana im Engadin hat eine Anfrage an die Regierung
gerichtet. Diese betrifft den Vollzug des Bundesgesetzes
über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland.
Gemäss diesem Gesetz braucht der Verkauf von Ferienwohnungen
durch Ausländer an Personen ohne Wohnsitz in der Schweiz
(Zweithand-Wohnung) eine Bewilligung des Grundbuchinspektorats.
Dies zumindest so lange wie die Lex Koller in Kraft ist.
Um diese Bewilligung zu erhalten, muss der bisherige
Eigentümer (Ausländer) nachweisen können, dass diese Wohnung
nicht zu den Gestehungskosten an eine Person mit Wohnsitz
in der Schweiz zu verkaufen ist. Um diesen Nachweis zu erbringen,
müssen mehrere Verkaufsanzeigen in überregionalen Zeitungen
geschaltet werden. Aus dem Inserat muss klar hervorgehen,
dass es sich um einen dringenden Verkauf zu einem günstigen
Preis (Gestehungskosten oder Verkehrswert) handelt.
Alles Anforderungen, die gemäss Claudia Troncana sehr
sinnvoll und korrekt sind, würden sie doch auch der ansässigen
Bevölkerung die Gelegenheit geben, günstigen Wohnraum zu
erwerben. Was sie stört ist die Tatsache, dass weder genau
definiert werden muss um welche Liegenschaft es sich handelt,
und dass das Inserat unter Chiffre erscheinen kann.
Häufig sei es so, dass Interessenten gar keine Antwort erhalten
würden. Und weil aus einem Chiffre-Inserat nicht ersichtlich
sei wer die Wohnung verkaufen wolle, bestehe keine Möglichkeit
nachzufragen. Dass die Wohnung dann effektiv zum Verkehrswert
veräussert wird, glaubt sie nicht.
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Engadiner Post vom 6. September 2007

Quelle:
Engadiner
Post, 6. September 2007
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Wohnungsnot im Paradies
Reiche Ausländer werden mit offenen Armen empfangen,
Einheimische aber verscheucht: In alpinen
Tourismusgebieten gibt es kaum noch bezahlbare Wohnungen
für die normale arbeitende Bevölkerung. Und der
Ausverkauf der Heimat geht munter weiter.
Im Frühstau zu Berge: Nicht nur zur Weihnachtszeit,
wenn der Ansturm der Gäste am grössten ist, nein, immer
häufiger auch an normalen Werktagen quält sich eine
Autokolonne durchs Oberengadin. «Der Pendlerverkehr hat
in den letzten Jahren stark zugenommen», sagt Dumeng
Giovanoli, Hotelier und 24 Jahre lang Gemeinderat in
Sils. Immer mehr Einheimische finden an ihrem Arbeitsort
St. Moritz, Sils oder Silvaplana keine bezahlbare
Wohnung und müssen talabwärts ziehen.
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Quelle:
beobachter.ch, 19. Juli 2006 |
Cash Marktanalyse: Immobilien-Preise steigen im Engadin
weiter
Die
Preisveränderungen sind enorm. Allein in den letzten 6 Monaten
sind die Immobilien-Preise im Engadin laut Iazi zwischen
6 und 8 % gestiegen. Die beschlossene gesetzliche Beschränkung
des Baus von Zweitwohnungen wird vorerst auch keine Entspannung
bringen. «Die Regelung wird sich wegen der regen Nachfrage
tendenziell preiserhaltend und preistreibend auswirken»,
sagt Josef Rageth, Leiter Liegenschaften bei der Graubündner
Kantonalbank. Die auf erfolgten Transaktionen zu effektiven
Marktpreisen basierende Erhebung ergibt somit Einfamilienhaus-Preise
von über CHF 1 Million. Für Einheimische wird Erwerb einer
Eigentumswohnung im Engadin schwierig.
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Quelle:
Cash, 11.
Mai 2006
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Die Berlusconis bauen im Engadin
Silvio
Berlusconi und seine Familie haben in S-chanf im Engadin
ein altes Engadinerhaus gekauft und lassen es aufwendig
renovieren. Wie der Gemeindepräsident von S-chanf auf Anfrage
bestätigt, hat Flora Bartolini im Jahr 2004 in der Gemeinde
ihre Papiere hinterlegt - die Schwiegermutter Berlusconis
ist also offiziell Einwohnerin von S-chanf. Sie lebt jedoch
nach wie vor in ihrer Heimatstadt Bologna. Mit der Anmeldung
Flora Bartolinis in der Oberengadiner Gemeinde fand das
Ehepaar Berlusconi offenbar einen Weg, die Lex Koller zu
umgehen, die Personen im Ausland den Erwerb von Ferienwohnungen
in der Schweiz untersagt. «In S-chanf gilt die Null-Quote.
Personen aus dem Ausland können dort keine Immobilien kaufen»,
sagt Ludwig Decurtins vom Grundbuchinspektorat Graubünden.
Personen aus der EU mit Wohnsitz in der Schweiz könnten
hingegen kaufen, was sie wollten.
Die Familie Berlusconi verbrachte in früheren Jahren
mehrmals den Winterurlaub in St. Moritz und mietete sich
dabei in der Villa Suvretta ein, die damals dem ehemaligen
Schah von Persien gehörte. Der Modedesigner Giorgio Armani,
der nicht seine Schwiegermutter, sondern seine Schwester
als Käuferin vorschob, verzichtete 2002 auf den Erwerb eines
Hauses im Gemeindeteil Cinuos-chel, nachdem diese Zeitung
seinen Plan publik gemacht hatte. Anstelle Armanis kaufte
dann Jörgen Bodum, Inhaber des Küchengeräte-Unternehmens
Bodum, das Bauernhaus im Engadin.
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Quelle:
Neue Zürcher
Zeitung, 16. April 2006
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Immobilien-Studie "Zweit-Wohnungen-/Ferienwohnungen"
Die Preise für Immobilien sind in vielen touristischen
Gemeinden stark angestiegen, am stärksten im Engadin. Zwischen
1995 und 2005 sind die Preise in St. Moritz, Pontresina,
Celerina oder Silvaplana 42.5 % stärker angestiegen als
im Schweizer Mittel. In St. Moritz sind heute für Wohnungen
im gehobenen Segment Preise um die 10'000 CHF pro Quadratmeter
durchaus "normal" und vergleichbar mit Preisen in der Stadt
Zürich. In weiteren bedeutenden Tourismusgemeinden war zwar
ebenfalls eine überdurchschnittliche Preisentwicklung zu
beobachten, allerdings weniger exzessiv als im Engadin.
Die Bevölkerung im Engadin hat 2005 angesichts der Entwicklungen
im Markt für Ferienwohnungen die Bremse gezogen. Mit deutlicher
Mehrheit wurde eine Initiative gutgeheissen, wonach im Engadin
in Zukunft der Bau von Zweit-Wohnungen auf eine Bruttogeschossfläche
von 12'000 Quadratmeter pro Jahr (100 Wohnungen) zu beschränken
ist. Der Neubau von Ferienwohnungen wird im
Umfeld der Gemeinde St. Moritz somit auf ein Viertel des
heutigen Niveaus reduziert.
Beschränkungen beim Verkauf von Immobilien, wie die geplante
Regulierung im Engadin, dürften in den kommenden Jahren
im Engadin zu weiterem Preisdruck nach oben führen.
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Quelle:
Credit Suisse, 3. November 2005
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Höchstpreise für Immobilien in den Hochalpen
In St. Moritz boomt der Immobilien-Markt noch. Vor der
gewaltigen Kulisse des 3057 Meter hohen Piz Nair hat der
internationale Jetset seit Jahrzehnten seinen Zweit-Wohnsitz.
Früher waren es Persönlichkeiten wie Aristoteles Onassis,
der Schah von Persien oder die Schauspielerin Liz Taylor.
Heute sind es unter anderen die Fiat-Agnellis, Donatella
Versace, Willi Bogner, Berlusconi und die Familie Sachs.
Spätestens, wenn das Wasser des St. Moritzer Sees gefroren
ist, auf der Eisdecke die traditionellen Pferde- und Windhundrennen
und Poloturniere anstehen, sind sie alle da zur Wintersaison
in der Hauptstadt des Engadin. »

Quelle:
Welt am Sonntag,
11. September 2005
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Engadin: Begrenzungs-Initiative für Zweit-Wohnungen
angenommen
Im Oberengadin dürfen nur noch rund 100 statt bis zu
400 neue Ferienwohnungen
pro Jahr gebaut werden. Die entsprechende Volksinitiative
zur Beschränkung beim Bau von Zweit-Wohnungen wurde mit
71,71% Ja-Anteil angenommen. Die Volksinitiative verlangt,
dass der Bau von Ferienwohnungen über das Instrument des
regionalen Richtplans auf 12000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche
(BGF) oder rund 100 neue Eigentumswohnungen pro Jahr limitiert
wird. Zur Zeit werden im Oberengadin bis zu 400 neue Ferienwohnungen
gebaut. »

Quelle:
20 Minuten,
5. Juni 2005
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Das Oberengadin verkauft die Kuh, statt sie zu melken
Bauland schwindet, Hotels schliessen - Impressionen aus
dem Hochtal der kalten Betten
Madulain zählt 180 Einwohner und 253 Zweitwohnungen.
Deren Anteil am Wohnungsbestand, 82 Prozent, ist der höchste
unter den Gemeinden im Oberengadin. Im Mai, wenn nur wenige
Touristen ins Engadin kommen und viele Einheimische in die
Ferien verreisen, finden sich in den Quartieren weder Menschen
noch Autos. Die im Stil alter Engadinerhäuser hingepflanzten
Anwesen sind unbewohnt und ungenutzt, die Fensterläden geschlossen.
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Quelle: Neue Zürcher Zeitung, 21. Mai
2005
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